Montag, 1. Juli 2013

Noch gut 44 Stunden...

bis ich verheiratet bin.

Vielleicht werde ich als Ehefrau ja fleißiger bloggen... Über die Hochzeit erzähl
ich euch sicher was.

Aufgeregt, Eure Ricke

Dienstag, 9. April 2013

21,0975 km!

Unglaublich aber wahr. Am Sonntag ging ein Traum in Erfüllung. Einer, von dem ich nie gedacht hätte, dass er so leicht zu bewältigen wäre. Und das quasi ohne Vorbereitung. Aber von Anfang an:

Im letzten Sommer packte mich das Lauffieber. Ich ging mindestens zweimal die Woche laufen, und das mehr als 5 km. Da fand ich mich schon großartig. Als ich das erste Mal 10 km am Stück lief, kam ich mir schon wahnsinnig toll vor. :) Meine Beste lief auch. Und da ihre Mutter Marathonläuferin ist (was nie mein Ziel sein wird) und schon an vielen Laufveranstaltungen teilgenommen hatte, ich jedoch nie über die Teilnahme an 5-km-AVON-Frauenlauf oder Team-Staffel hinauskam, meldete ich mich größenwahnsinnig einen Tag vorm 1. Geburtstag meines Sohnes zum Halbmarathon am 7. April an. Rein theoretisch - dachte ich - könnte ich ab Februar wieder draußen trainieren (Laufband ist einfach nicht effektiv für meine Begriffe). Hat ja keiner mit so einem A*******-Winter gerechnet. Und so kam es, dass ich seit Januar tatsächlich 5 mal laufen war... jeweils immer nur 5 bis 6 km. Es war zu kalt, zu glatt, zu dunkel.... die Ausreden sind vielfältig, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mir wirklich nicht leisten konnte, sportverletzungsbedingt auszufallen. Dann wäre zu Hause die Hölle über uns hineingebrochen. Ich machte ab Februar dann Krafttraining und Ausdauer mit P90X. Meine Beste versuchte hin und wieder, mich zum trainieren anzuspornen (sie selbst hielt sich streng an den vorgegebenen Trainingsplan). Je öfter sie mich fragte, je besser sie vorbereitet war, desto bockiger wurde ich. Ich war drauf und dran, den Start abzusagen. Eine Woche vorher packte es mich dann plötzlich, ich wollte. Unbedingt. Ich hatte Riesenlust... und in dem Moment bekam ich einen Schnupfen. Ich zitterte wirklich, ob er sich verziehen würde und... siehe da, er brach gar nicht richtig aus. Ein bisschen schnüffelte und schneuzte ich die ganze Woche über, aber am Tag der Tage hätte mich das nicht abgehalten.

Es war soweit. Sonntag. 6:30 Uhr. Ich schaue aufs Thermometer und traue meinen Augen nicht. -4 Grad!

Der Wetterbericht sagte vorher, dass die Sonne sich gegen 8 Uhr verziehen würde. Nun, zum Glück hat dieser sich, wie so oft, getäuscht. Als meine Familie mich gegen halb zehn zum Start begleitete, waren es noch immer nur 3 Grad, aber die Sonne machte viel mehr draus und glücklicherweise hatte es sich als klug erwiesen, die fehlenden Teile in meiner Laufausrüstung am Tag vorher noch zu kaufen. Ein dünnes Funktionslaufshirt mit langen Ärmeln und eine Laufhose. Meine Garderobe gab alles her, lange Laufhose mit dickerer Schicht an den Beinen, weite Laufhose (geht gar nicht auf die Distanz), dreiviertel Tight, kurze Laufhose... was fehlt? Na klar. Die lange Lauftight. Und das Shirt hatte ich einige Tage vorher bei meiner holländischen Inspiration Kim entdeckt.

Mit meiner Besten, beide aufgeregt, wie nur möglich, standen wir in Startblock E... standen uns beinahe die Beine in den Bauch. Als seien wir nicht nervös genug, mussten wir mehrere Startschüsse von den Startblöcken vor uns ergehen lassen, jedesmal wieder die aufpeitschende Startmusik. Ich war vorher schon völlig fertig. :)

Dann, ganz unwirklich, kommt Bewegung rein. Ich schaue nochmal zum Fernsehturm hoch, mache geistesgegenwärtig ein Foto, blauer Himmel, Berlin, meine Stadt und das wird mein Tag.


Ich gehe es langsam an. Möchte natürlich gern bei meiner Besten sein, sage mir aber, dass sie mit ihrem Lauftraining viel besser vorbereitet ist und sage ihr, sie soll auf mich nun wirklich keine Rücksicht nehmen. Nach 1 km setzt sie sich nach vorne ab, in den Massen verliere ich sie schnell aus den Augen. Ich versuche, ruhig zu bleiben. Unter den Linden ein ganz schönes Gedrängel, die Straßen sind schlecht, ich frage mich, wie die Skater da wohl durchgekommen sind. Neben mir Läufer, die anscheinend Kleingeld in den Taschen haben. Macht mich wahnsinnig. Ich ziehe an, um da wegzukommen, von dem Geklimper. Mache meine Laufmusik an (Bonobo! Perfekt!). Ich ziehe meine Windjacke aus und knüpfe sie mir um die Hüften. Dann ist da das Brandenburger Tor. Es geht auf den schlimmsten Teil der Strecke (im Nachhinein betrachtet, vorher dachte ich, ab dem Schloss Charlottenburg würde es dann doof, aber ich hatte eine andere Strecke vermutet). Der 17. Juni zieht sich wie Kaugummi, ich vermeide, hochzublicken, die schnurgerade Straße würde mich nur entmutigen und so blicke ich immer nach rechts in den Tiergarten und sehe ständig pinkelnde Läufer. Schön ist anders. Lauft schneller, dann schwitzt ihr das aus, denke ich.

Am Bahnhof Bellevue der erste Erfrischungspunkt. Ich zuppele mein Energiegel aus der Tasche, zutsche das pappesüße Zeug, trinke einen Becher Wasser hinterher und gehe ganz entspannt, damit ich nicht aus dem Atemtakt komme. Links nun die TU. Ich mache ein Foto für meinen Liebsten und schicke es ihm. Da vorne ist dann auch schon der Ernst-Reuter-Platz. Mensch, das ging ja doch recht schnell. Ich freue mich noch über die Trommler und erblicke meine Freundin und Kollegin Franzi, die mich anfeuert. Unglaublich, wie das anspornt. Ich biege rechts ab auf die Otto-Suhr-Allee, dem Schloss Charlottenburg entgegen, was mir vorher auf der Karte so weit entfernt schien, jetzt aber gar nicht so weit ist. Neben mir laufen gröhlend zwei Spanier als Batman und Superman verkleidet und singen "Macarena". Ich muss lachen.

Weiter gehts. Die Strecke macht einen Knick nach links... huch, ich dachte, wir müssten noch über die Autobahn, an der Messe lang. Ich hab mich getäuscht. JUHU! Meine Horrorvorstellungsstrecke ist also gar nicht dabei. Am Sophie-Charlotte-Platz bei KM 10 halte ich Ausschau nach meiner Freundin Melle, die evtl. anfeuern wollte. Bei dem Wetterchen (die Sonne knallt mittlerweile und ich ärgere mich, keinen Sonnenschutz aufgetragen zu haben) sollte sie doch da sein, hoffe ich. Und da steht sie wirklich, mit ihrer bezaubernden Tochter und ich halte kurz und hole mir Glücksküsschen ab.

Dann wieder ein Erfrischungspunkt. Es gibt neben Wasser auch warmen Krümeltee. Wie süß und lecker der ist. Herrlich. Das kann ich gut gebrauchen. Eine Minute später: Meine Beste wieder neben mir. Die Freude ist riesig! Wir laufen schweigend nebeneinander her und schon geht es wieder nach links, Richtung KuDamm. Das ging jetzt schnell. Jetzt ist es theoretisch nicht mehr weit. Schließlich sind wir schon wieder unterwegs in Richtung Start/Ziel. Jetzt nur noch durchhalten. Es geht mir gut, ich grinse, ich laufe, ich freue mich. Ist das das Runner's High?

Ich sehe den Mann und Sohn meiner Besten und wir geben ihm unsere eigentlich seit dem Start unnützen Jacken. Ballast weg. Herrlich.

KM 12, KM 13, dann schon der Wittenbergplatz, da ist wieder meine Freundin Franzi! Wie toll! Nun merke ich, dass ich Hunger habe. Ein Erfrischungspunkt kommt... und nach Wasser und Tee gibt es jetzt Bananen. Aaaaaaaaah. Ich bin im Himmel. Könnte schreien vor Freude, bedanke mich überschwänglich bei den Helfern und esse die leckerste Banane meines Lebens. Jetzt gehe ich ein bisschen, es geht Richtung Lützowplatz, der Potsdamer Platz ist nicht mehr weit, gleich kann ich den BahnTower sehen, dann rufe ich meinen Verlobten an, dass er, Mama und die Kinder sich auf den Weg machen können. Jetzt werde ich kribbelig, aber die Beine tun nun auch weh und viel schlimmer: die Zehen. Am rechten Fuß scheine ich Blasen an den Zehen zu haben. Ich will gehen, Kräfte schonen, aber es geht nicht, es tut mehr weh, als laufen. Also laufe ich. Die Kondition ist top, nur die Extemitäten jammern. Am Potsdamer dann wieder Franzi, und meine Freundin Peggy mit Familie. Jetzt laufe ich wieder schneller. Die Streckenhelfer rufen: Nur noch 4 km! Ich laufe an meinem Büro vorbei, grinse immer noch. Es geht auf die Wilhelmstraße, ich beiße, meine Waden tun schrecklich weh, ich will mich dehnen, halte in der Kochstraße kurz an um das zu tun. Wieder links, Checkpoint Charlie. Der Liebste schreibt, sie seien am Haus des Lehrers, linke Seite. Ich will weiter... meine Süßen sehen! Und dann treffe ich meine Beste auf der Leipziger Straße wieder, versuche sie aufzumuntern. Die letzten 3 Kilometer fallen ihr wahnsinnig schwer. Wir gehen ein Stück, aber 2 km vorm Ziel muss ich wieder laufen, meine Füße tun so weh. Ich hoffe, meine Beste hinter mir gibt jetzt nicht auf. Sie macht kurz den Anschein. Aber nein, das wird sie nicht!

Ich schaue nach rechts. Das Standesamt Mitte. :) Weiter, weiter. Nun werden wir von allen nochmal lautstark angefeuert. Es geht vorbei am Alexa, dem Haus des Lehrers, ich schaue und suche und da sind sie, meine Liebsten. Ich renne hin, küsse die Tochter, den Sohn und nun hält mich nix mehr, ich renne renne renne und möchte am liebsten laut lachen.

Bin ich wirklich, wirklich, wirklich so weit gelaufen? Das gibt's einfach nicht! Zeit: 2:33:46!

Der Rest des Tages geht so: Badewanne, blaue Zehen bejammern (Schuhe waren
für die Distanz zu klein), ab ins Bett, beim Inder bestellen, Bauch vollschlagen, wieder ins Bett. Gute Nacht. :)


Eure Ricke















Sonntag, 17. März 2013

Im Übrigen...

...bei Facebook hab ich nun auch eine Seite die man liken kann. Und wer den dortigen Gewinnspielbeitrag bis morgen 20 Uhr teilt, kann eine Jerseymütze nach Wunsch gewinnen.

Ich wünsche euch noch einen wundervollen restlichen Sonntagabend.

Ich schäme mich ja!







Aber wisst ihr... die Tage. Die haben immer noch einfach zu wenige Stunden, wenn man voll arbeiten geht. Da bleibt leider nicht Zeit für viel mehr. Die drei Stunden, die ich mit meinen Kindern habe, die versuche ich, zu genießen, und dann... wird Ordnung gemacht, ein bisschen Sport (sonst dreh ich durch!) und dann ist es meist auch schon 22 oder 23 Uhr. Da fall ich nur noch um.

Was ist in letzter Zeit so los gewesen? Eins kann ich euch sagen: Viel genäht habe ich nicht... ein paar Shirts zum Geburtstag kürzlich, meine Große ist schon 5! Unfassbar. Dann hat der Junge noch neue Shirts bekommen, aber... das ist ja so ratzfatz genäht, das ist kaum erholsam. :D Ich möchte einfach so gerne mal wieder stundenlang vor der Nähmaschine sitzen, versinken in dem, was ich tue, meine Stoffberge wälzen, vor Ideen übersprudeln. Um nicht total durchzudrehen, habe ich meine Stoffe neulich mal sortiert. Das war a) dringend notwendig und b) hatte es therapeutischen Nutzen. Ich habe SO WENIG ZEIT, ich habe seit zwei Monaten keinen neuen Stoff gekauft. Einfach unglaublich, oder?

Und ich bin auch ganz ehrlich. Mein ganzen Blogs, die ich gern lesen mag... ich kann sie derzeit kaum anschauen, weil ich nicht ertrage, wie viel Zeit andere für dieses wundervolle Hobby haben und die offenbar trotzdem noch Zeit für andere Dinge wie arbeiten, Kinder, einkaufen, essen kochen, schlafen haben. Ich weiß nicht wie ihr das macht... verratet es mir doch bitte.

An Tagen wo dann doch mal wenigstens was Kleines nähen auf dem Plan steht, kommen dann mittlere Katastrophen dazwischen. Vorgestern z. B. Plötzlich hatte mein Verlobter eine Entzündung, die noch am selben Tag operiert werden musste. Unter Vollnarkose. Boah. Und er wäre ja kein Mann, wenn er mit Tasche mit den nötigsten Dingen auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen wäre, ne? Ich bin also (naja, klar, sehen wollte ich ihn eh nochmal, aber das hätt ich gern auch ohne Tasche unter Zeitdruck gemacht) mit beiden Kindern und kurzem Zwischenstopp daheim noch schnell ins Krankenhaus gehechtet (meine Beste fuhr mich glücklicheweise schnell, mit den Öffentlichen wäre ich verloren gewesen). Das ging alles so schnell und abends, als ich mit den Kindern dann kuschelnd im großen Bett lag, ließ die Große ihren Gefühlen freien Lauf. Da musste ich dann auch arg schlucken. Der Papa ist nun wieder zu hause, aber eigentlich nicht einsatzfähig. Und somit wird jetzt sicherlich die nächsten paar Wochen, bis die Wunde sich geschlossen hat, auch nix sein mit nähen.

Ein paar Fotos habe ich trotzdem für euch... vom Geburtstagskuchen, der echt lecker und sehr hübsch war, von den Shirts... und weiteren Eindrücken der letzten Wochen.


















Das Foto mit dem unverschämten vielen Alkohol ist letztes Wochenende entstanden. Ich war drei Tage ohne Kinder auf dem Marillionweekend in Port Zélande, Holland, mit Papa, Onkel, Cousine, Cousin, Kumpel und dessen Freundin und viiiielen anderen Marillionfans. Es war unglaublich toll! Aber ich gestehe, ohne meine drei habe ich mich nur halb gefühlt.

Wenn alles gut geht (ich kann eure Daumen gebrauchen, so ihr einen oder zwei frei habt zum drücken), dann gehe ich bald mit den Stunden runter. Noch ist nichts sicher, deshalb kann ich mich noch nicht richtig freuen. Aber vielleicht. Vielleicht bald. Dann ist mehr Zeit, zum nähen, für Sport, ja, selbst für so nervige Dinge wie putzen, ausmisten etc.

Da fällt mir ein: Wenn ich ausmiste, habt ihr Vorschläge... gibt es Flohmarktblogs? Oder soll ich einen eigenen aufmachen für meinen Kram? Ist vielleicht einfacher, oder?

Und ich hoffe, ich kann öfter von mir hören lassen. Bis bald!
Eure Ricke

Freitag, 8. Februar 2013

Verlosung bei Klimperklein

Wollt ihr mal was echt irres, also, was wirklich richtig tolles verrücktes sehen?

Meine allerliebste Lieblings-Pauline von Klimperklein macht eine MORDSVALENTINSVERLOSUNG! Da bleibt euch die Luft weg. Versprochen! Die ist so toll, dass ich aus dem Dauerkrankenlager mal aufstehen muss, um endlich mal wieder zu posten. Wenn das kein Grund ist, weiß ich es auch nicht.


Also, geht mal schauen bei Klimperklein und hüpft in den Lostopf. Ich wünsche euch (und mir natürlich auch hihihihihi) viel Glück!






Ich geh jetzt wieder inhalieren.

Alles Liebe, Eure Ricke

Samstag, 12. Januar 2013

12 von 12 in 1/13

Es ist Januar und es ist der 12. Ihr wisst, was kommt. Und ihr wisst, wo ihr die anderen findet? 

Bei Caro!

Guten Morgen mit einem leckeren grünen Smoothie. 


 Ein bisschen Kuscheln am Morgen...


Er guckt Autos, ich schnupper Babyhaare.


 Ready to go.


Lecker Mittagessen. Mangoldgnocchi mit Buchenpilzen.

 Nach dem Mittagsschlaf, den wir alle brauchten, erstmal wachtanzen.


 Chaos.


Auf den frühen Abend noch einen Winterspaziergang machen.


 Er mag doch lieber nicht laufen. Kuscheljunge!



 Also ICH habe fertig.


 Er noch lange nicht. 



Weg mit den Zahnteufeln!


Einen schönen Abend und einen entspannten Sonntag noch!


Liebste Grüße, Ricke

 

Mittwoch, 2. Januar 2013

MMM - Lieblingsstück 2012

Ein gesundes neues, spektakulär wundervolles Jahr wünsche ich euch, liebe Leser!

Endlich endlich kann ich mal wieder mitmischen beim heutigen MeMadeMittwoch. Der erste dieses Jahr. Hoffentlich nicht der Letzte, obgleich ich mal ein wenig mehr Zeit mit dem Liebsten am Abend verbringen möchte, oder mehr Sport oder oder oder... da ich nicht einfach so weniger arbeiten kann oder einfach so weniger Kinder knutschen... muss eben das nähen etwas zurückstehen. Deshalb kommt es mir sehr gelegen, dass ich etwas bereits fertiges, schon gezeigtes posten kann. Mein Lieblings-Me-Made-Stück ist definitiv dieser Valeska-Rock.



Ich habe ihn schon so oft getragen und mag ihn einfach irrsinnig gern.

Die Lieblingsstücke der anderen Mädels könnte ihr wie immer im MMM-Blog bewundern.